Livinallongo del Col di Lana

Agordino Dolomiti

Livinallongo del Col di Lana und seinen berühmten Urlaubsort, Arabba, ist ein der meistbesuchten Urlaubziele der Dolomiten UNESCO-Weltnaturerbe: der Ortsteil Arabba ist tatsächlich Teil der weltbekannten Skitour Sella Ronda (auch als “Sella Runde”, “Vier Pässe-Tour” oder “Sellaronda” bekannt). Arabba symbolisiert das Schmuckstück des Wintertourismus in dem Agordino dank eines touristischen Angebots von primärer Bedeutung als Teil der ladinischen Skischaukel rund um den Sella-Massiv; Livinallongo del Col di Lana befindet sich im Rahmen des 5. der 9 offizielle Systeme der Dolomtien UNESCO-Welterbe (d.h. die Nördlichen Dolomiten).

Livinallongo del Col di Lana ist der einzige Urlaubsort der Provinz Belluno, der mit den benachbarten Gemeinden Colle Santa Lucia und Cortina d’Ampezzo sich das Appellativ von “ladinischer Gemeinde” rühmen kann: bis zu 1923 gehörte Livinallongo in der Tat zum Tirol, und die ehemalige Zugehörigkeit zu dieser germanischen Nation kann in der lokalen Sprache (das “Fodom”), in der örtlichen Architektur und in vielen kulturellen Aspekten gefunden werden. Um dieses wichtige Erbes zu schützen wurde ein interessantes Museum im Ortsteil Pieve di Livinallongo gegründet: es handelt sich um das Museum zu den Sitten und Bräuche, Traditionen und Geschichte der ladinischen Leute aus Fodom (weitere Informationen und Reservierungen unter den Telefonnummern +39 0436 7193 und +39 338 4306071). Livinallongo bietet einen schönen Rastplatz bei dem Kinderspielplatz im Ortsteil Arabba.

Arabba ist nicht nur ein schönes Skigebiet an der Sella Runde mit herrlichen Skipisten und gemütlichen Unterkünfte: dieses Dorf lag während des Ersten Weltkrieg genau an der Kriegsfront der Dolomiten (die so genannte “Gelbe Linie“) und war der Schauplatz vieler schrecklichen Schlachten zwischen die Armeen des Königreichs Italien und der österreichisch-ungarischen Monarchie. Der Col di Lana ist zum Symbol des Ersten Weltkrieges in den Dolomiten geworden und ist wegen der brutalen Auseinandersetzungen, die dort stattfand, auch unter dem Namen “Blutberg” bekannt: es geht um einen 2500m hoher Hügel, der sich direkt gegenüber dem Ortsteil Pieve di Livinallongo befindet. Nach mehr als 18 Monate schrecklichen Kämpfen wurde der Col di Lana letztlich von den italienischen Sprengmeistern während einer furchtbaren Schlacht detoniert (der Krater ist heute noch sichtbar); am Gipfel des Col di Lana wurde eine kleine Kirche in Erinnerung an die vielen Kriegstoten gebaut.

Im Ortsteil Castello im südlichen Teil der Gemeinde Livinallongo del Col di Lana befindet sich das faszinierende Schloss Buchenstein [“Castello di Andraz” auf italienisch]: es geht um eine jahrhundertealte tirolische Burg von großer strategische Bedeutung in Bezug auf die Kontrolle der Verkehrs- und Handelswege (darunter die bekannte “Strada da la Vena“, die wichtigste der vielen Eisenstraßen der Dolomiten), da es direkt an der Grenze zwischen Tirol und der Republik Venedig war. Das Schloss Buchenstein war der Sitz des Bischofs von Brixen und beherbergte im Laufe der Jahrhunderte viele berühmte Menschen wie z.B. der Philosoph, Theologe und Mathematiker Nikolaus von Kues (1401 – 1464). Das Schloss Andraz-Buchenstein ist gewöhnlich das ganze Jahr geöffnet und bietet die Möglichkeit, an interessanten Führungen durch das Schloss und durch das neue Museum des Schlosses teilzunehmen: weitere Informationen und Reservierungen unter der Telefonnummer +39 334 3346680.

Castello Andraz

Castello Andraz

Am Hauptplatz Livinallongo del Col di Lana im Ortsteil Pieve di Livinallongo [“La Pliè”] liegt die Statue der lokalen Heldin Katharina Lanz: je nach der volkstümliche Version seiner Biografie auf halbem Weg zwischen Mythos und Geschichte war Katharina eine tirolische Bäuerin, die die erste Person in Buchestein war, sich der Besetzung des Tirols von Napoleon zu widersetzen; Katharina führte einen Aufstand gegen die französischen Soldaten und aus diesem Grund verkörpert sie der Geist der Unabhängigkeit der Einwohner des Fodom-Tals. Die Statue von Katharina Lanz ist so wichtig für die Leute von Fodom, dass sie wurde während der frühen Phasen des Ersten Weltkrieges in Corvara hastig bewegt, um sie von der Bombardierung zu schützen.

Im Zentrum des Ortsteiles Arabba liegt die so genannte “Vecchio Mulino” [die Alte Mühle]: es geht um eine alte tirolische hölzerne Gebäude, die noch im Einsatz ist; die Mühle ist gewöhnlich im Winter und Sommer für Besucher geöffnet und es lohnt sich, sie zu besuchen, um eine Vorstellung von der  Arbeitsamkeit und handwerklichen Fähigkeiten der Bewohner von Buchenstein zu bekommen.

Für die Einwohner von Fodom die Erhaltung der Tradition ist eine Priorität und in dieser Hinsicht sind in den letzten Jahren zwei verschiedene Verbände geboren, die sich mit dem Respekt für die Vergangenheit und der Förderung der ladinischen Kultur beschäftigen: die Folkgruppe Fodom und die Schützenkompanie Buchenstein; beide Verbände bieten den Touristen interessante Vorführungen und Demonstrationen.

Die Nähe von zwei der bekanntesten und meistbesuchten Bergpässe der Dolomiten UNESCO-Weltnaturerbe, d.h. Passo Campolongo und Pordoijoch, sorgen für eine große Menge von Touristen, vor allem Motorradfahrer, während der Sommermonate.

Arabba [“Rèba” im Dialekt] ist wie bereits erwähnt ein Ortsteil der Gemeinde Livinallongo del Col di Lana, der sich auf einer Höhe von 1600 m am Fuß des weltbekannten Sellamassivs befindet; Arabba ist mit dem Trentino durch den Pordoijoch und mit dem Südtirol durch den Campolongo-Pass verbunden. Der Ortsteil Arabba verfügt über den größten Teil der Unterkünfte der Gemeinde und ist sehr berühmt unter den Skifahrern für sein Skigebiet und für die Sellarunde-Skitour: die Sella Ronda verbindet vier ladinischen Tälern um das Sellamassiv (Fodom-Tal, Fassatal, Gröden und Gadertal) durch die Bergpässe Pordoijoch, Campolongopass, Grödner Joch und Sellajoch.

Die Geschichte Arabba und Buchenstein ist unter mehreren Aspekten unvollständig und geheimnisvoll und es ist nicht einfach, Informationen über die ferne Vergangenheit des Tals zu finden. Wir wissen, dass “Reba” könnte “Erdrutsch” oder “Lawine” bedeuten: dieser Ortsname bezieht sich wahrscheinlich auf ein katastrophales  Ereignis der Vergangenheit, davon gibt es jedoch keine schriftliche Aufzeichnung. Obwohl dieser Ortsteil sicherlich in der Vergangenheit für den Anbau verwendet wurde, spielt Arabba eine primäre Rolle in der Wirtschaft des Gebiets erst ab dem Wirtschaftsboom der 60er Jahre: zu dieser Zeit begannen die Einwohner des Tals, in dem Tourismus zu investieren und entstanden die ersten Aufstiegsanlagen und Hotels. Seitdem hat Arabba nie aufgehört zu wachsen und heute ist es ein der beliebtesten Skigebiete in den Alpen.

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